"Geduld und Präzision"

08. Februar 2026

Janine Flock kam am Sonntagnachmittag gemeinsam mit ihren Teamkollegen Samuel Maier und Florian Auer zur Pressekonferenz ins Austria House in Cortina.

Als Janine Flock, Samuel Maier und Florian Auer im umgebauten Jägerhaus, einem Biobauernhof der Familie Ghedina, angekommen waren, hatte Sabine Payer kurz zuvor mit Silber im Snowboard-Parallelriesentorlauf die erste Medaille für das Olympic Team Austria bei diesen Olympischen Winterspielen geholt. Den zweiten großen olympischen Moment erlebte das Skeleton-Team live auf der Sonnenterrasse beim Public Viewing: Snowboard-Routinier Benjamin Karl hatte einmal mehr geliefert, jubelte mit nacktem Oberkörper in Hermann-Maier-Manier – und die internationalen wie auch rot-weiß-roten Fans vor dem Austria House jubelten mit.

„Die Erfolge von Benjamin Karl und Sabine Payer beflügeln das gesamte Team noch einmal unglaublich. Wenn man sieht, wie andere ihre Aufgaben meistern, entsteht eine besondere Energie. Diese Stimmung trägt einen mit und gibt Selbstvertrauen. Genau diesen Schwung, diese Gänsehaut-Momente, will ich in meine Bewerbe mitnehmen“, sagte Janine Flock später bei der live auf olympicteamaustria.tv gestreamten Pressekonferenz im ÖOC-Studio.

Kaiserschmarrn mit Kanzler und Ski-Kaiser

Zuvor hatte das Skeleton-Team gemeinsam mit Bob- und Skeleton-Präsident Gerhard Rainer, Skeleton-Nationalteamtrainer Michael Grünberger und Athletiktrainer Franz Esterhammer die Gastfreundschaft im Austria House genossen. Bei einer gemütlichen Kaiserschmarrn-Jause in der Stube Cortina setzten sich Bundeskanzler Christian Stocker und Ski-Austria-Präsidentin Roswitha Stadlober, die direkt von der Damen-Abfahrt auf der Tofana gekommen waren, zum Athleten-Trio. Später gesellten sich auch Rodel-Olympiasieger David Gleirscher, ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer, ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch und Ski-Legende Franz Klammer hinzu. Olympische Eindrücke wurden ausgetauscht.

Janine Flock: "Bin fokussiert"

Im Anschluss sprach Janine Flock über ihren Weg auf der neuen Olympiabahn in Cortina und die Entwicklung seit dem Weltcup im November. „Ich habe ein paar Läufe gebraucht, um hier wirklich meine Linie zu finden. Anfangs habe ich nicht auf mein Gefühl gehört, dann aber bewusst umgestellt – ab dem Moment ist der Rhythmus gekommen und es hat richtig Spaß gemacht. Der Eiskanal verlangt Geduld und Präzision, man kann nichts erzwingen. Mir ist wichtig, mir diese Zeit zu geben und Schritt für Schritt Vertrauen aufzubauen. Ich habe in den letzten Jahren viel dazugelernt und habe in allen Lebensbereichen viel Qualität hineinbekommen – vom Aufstehen über Ernährung bis zu gesundem Schlaf. Ich bin schon fokussiert und freue mich auf diese Woche.“

Im Mixed Teambewerb gibt es erstmals für Janine Flock und ihren Teamkollegen Samuel Maier neben den Einzelrennen eine weitere Chance auf Olympiamedaillen. Bei der Generalprobe im November holte das Tiroler Power-Duo Platz drei im Weltcup. 

Apropos Team. „Skeleton ist zwar ein Einzelsport, aber ohne ein starkes Team im Hintergrund funktioniert gar nichts“, ergänzt Flock. „Uns war es wichtig, schon im letzten August hier zu sein, Abläufe kennenzulernen und gemeinsam in diesen Ort hineinzuwachsen – das gibt Sicherheit und Ruhe. Wenn im Umfeld alles passt, kann man sich voll auf die eigene Aufgabe konzentrieren. Genau dieses Gefühl haben wir uns hier erarbeitet.“