Tirolerin des Jahres

10. Oktober 2026

Janine Flock wurde in Wien für ihren außergewöhnlichen Karriereweg als Tirolerin des Jahres 2026 ausgezeichnet.

Die nächste besondere Auszeichnung für Janine Flock! Knapp acht Monate nach ihrem Olympiasieg in Cortina d’Ampezzo wurde die 37-jährige Skeleton-Athletin am Samstag zur Tirolerin des Jahres 2026 gekürt. Der Club Tirol vergab die Auszeichnung gemeinsam mit dem Land Tirol zum 14. Mal im Rahmen eines Festakts im Großen Festsaal der Universität Wien.

Zum Tiroler des Jahres wurde SPAR-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch gewählt, der Lebenswerk-Award ging an Tourismus-Visionär Jakob Falkner.

Für die Jury steht die in Hall in Tirol geborene und in Rum lebende Olympiasiegerin nicht nur für sportliche Erfolge, sondern vor allem für mentale Stärke und Beharrlichkeit. 2018 lag Flock bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nach drei Läufen auf Goldkurs, verpasste als Vierte aber knapp eine Medaille. Acht Jahre später erfüllte sie sich bei ihren vierten Olympischen Spielen ihren großen Traum und gewann in Cortina d’Ampezzo als erste Österreicherin eine olympische Medaille im Skeleton – und diese gleich in Gold.

Zuvor hatte die Heeressportlerin bereits dreimal den Gesamtweltcup gewonnen, war viermal Europameisterin geworden und hatte drei Medaillen bei Weltmeisterschaften geholt.

Auszeichnung würdigt Weg

Die Laudatio auf Flock hielt ihr Lebensgefährte Matthias Guggenberger, ehemaliger Skeleton-Athlet und Cheftrainer des britischen Bob- und Skeletonverbands. Für die Tirolerin des Jahres 2026 bedeutet die Auszeichnung weit mehr als eine Würdigung ihrer Medaillen.

„Wenn ich heute zurückblicke, dann sehe ich viele einzelne Schritte, die mich genau hierhergeführt haben. Diese Auszeichnung würdigt für mich deshalb nicht nur meine sportlichen Erfolge, sondern vor allem meinen Weg dorthin. Vielen Dank für diese besondere Wertschätzung!“, erklärte Flock.

Lebenswerk-Award für Jakob Falkner

Eine weitere Auszeichnung mit Olympia-Bezug ging an Jakob „Jack“ Falkner. Der langjährige Geschäftsführer und Gesellschafter der Bergbahnen Sölden wurde für sein Lebenswerk im Tiroler Tourismus geehrt. Seit mehr als fünf Jahrzehnten prägt Falkner die touristische Entwicklung des Ötztals. Mit Projekten wie der James-Bond-Erlebniswelt 007 ELEMENTS und dem Freizeitpark AREA 47 hat er wesentlich zur internationalen Positionierung Tirols beigetragen.

Auch bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 war Falkner vor Ort. Mit der Tirol Werbung zählte zudem ein wichtiger Partner des Tiroler Tourismus zu den Top-Partnern des Austria House in Cortina. Der rot-weiß-rote Olympia-Hotspot bot mit 9.500 geladenen Gästen und 4.500 Besucher im öffentlichen Bereich eine internationale Bühne für Sport, Wirtschaft und Tourismus. Damit wurde das Austria House auch zu einem Schaufenster für Österreich als Wintersport- und Tourismusdestination.

Die Leistungen Falkners für den Tiroler Tourismus standen auch im Mittelpunkt der Laudatio von Josef Margreiter, dem ehemaligen Chef der Tirol Werbung und früheren Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding.

„Wenn ich auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicke, empfinde ich vor allem große Dankbarkeit – dafür, dass ich die Möglichkeit hatte, so vieles mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Dafür braucht es Menschen, die Vertrauen haben, Verantwortung übernehmen und bereit sind, einen Weg gemeinsam zu gehen. Und besonders schön ist für mich, dass dieser Weg noch nicht zu Ende ist“, sagte Falkner in seiner Dankesrede.

Mut, neue Wege zu gehen

Die vom Tiroler Glaskünstler Robert Freund geschaffenen Adler-Skulpturen wurden von Landeshauptmann Anton Mattle und Club Tirol-Präsident Julian Hadschieff überreicht.

„Große Leistungen entstehen dort, wo Menschen den Mut haben, gewohnte Grenzen zu überschreiten und neue Wege zu gehen. Janine Flock, Hans Reisch und Jakob Falkner verkörpern genau diesen Geist. Als außergewöhnliche Spitzensportlerin und als zwei erfolgreiche Familienunternehmer stehen sie für Mut, Leistung und Verantwortung“, betonte Hadschieff.